Durch die Zensur wurde der Film und besonders Manuelas Leidenschaft verwischt und reduziert auf eine Verliebtheit. Der Film, der von vielen als Plädoyer für die Menschlichkeit in der Zeit des aufstrebenden Faschismus gesehen wurde, wurde von Goebbels erst verboten. Später wurde das Ende des Films in ein politisch opportunes geändert. Bald nach Fertigstellung des Films verließen die Regisseurin und viele der Crew Deutschland.
Mädchen in Uniform



Leontine Sagan, Deutschland 1931, s/w 16 mm, 89 Mi
Dieser Film, der 1931 in Deutschland produziert wurde, ist der erste in einer
langen Serie lesbischer Internatsfilme. Basierend auf dem Stück "Gestern und
Heute" von
der lesbischen Dichterin Christa Winsloe, erzählt der Film die
Geschichte der jungen Manuela (Hertha Thiele), die sich in ihre Lehrerin Fräulein
von Bernbourg (Dorothea Wieck) verliebt. Während die Direktorin Manuelas
Zuneigung als skandalös wertet, zeigen ihre Klassenkameradinnen Verständnis
und Unterstützung.
