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vom 1. bis 6. Oktober 2013
Butterfly
(Hu Die)

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Yan Yan Mak, Hongkong 2004, 35mm, engl. UT, 124 Mi

Ein Ehemann, eine großzügige und schön eingerichtete Wohnung, eine Tochter: Die 30-jährige Lehrerin Flavia hat ihren Platz im Leben gefunden. Das verläuft solange in geregelten Bahnen, bis sie beim Einkaufen auf die 23-jährige Yip trifft, die wie ein Engel in ihr Leben platzt. Die beiden Frauen freunden sich nur langsam an, mit nahezu unglaublicher Geduld wirbt die junge Yip um Flavias Zuneigung. Spätestens, als Flavia feststellt, dass sie das gemeinsame Bad in der Wanne genießt, beginnt sie an ihrem Familienleben zu zweifeln.

Zum zweiten Mal in ihrem Leben ist Flavia an einem Punkt angekommen, an dem sie sich für oder gegen eine Frau entscheiden muss: Ihre Beziehung zu ihrer Klassenkameradin Jin ging zu Ende, als sie selbst 23 war. Yip ruft schmerzhafte Erinnerungen daran wach und reißt damit alte Wunden auf.

In atmosphärischen, elegischen Einstellungen erzählt die junge Filmemacherin Yan Yan Mak die Geschichte einer Frau, die eine zweite Chance erhält. BUTTERFLY ist ein zeitgenössisches Märchen, das besticht durch visuellen Reichtum, sinnliche Musik und eine reizvoll verwobene Geschichte zwischen früher und heute.

Während in LET'S LOVE HONG KONG (der vor zwei Jahren zu sehen war) der Kampf lesbischer Frauen um gesellschaftliche Anerkennung im Vordergrund stand, geht es hier um persönliche Konflikte. Nicht Flavias Coming-Out ist zentrales Thema, BUTTERFLY ist zunächst ein Plädoyer für die Ehrlichkeit und das Vertrauen zu sich selbst. Der Film kommentiert damit auch die Entwicklung und das Selbstverständnis Hongkongs, das nun zu China gehört, sich aber trotzdem als eigenständig begreift.