Wenn Dick und Dino nicht gerade Waffen putzen oder ihren Dienstwagen zu Schrott fahren, dann streitet sich das schwule Polizistenpaar, so wie man das in jeder Ehe macht. Dino will dem Chef endlich die Wahrheit sagen, aber Dick ist davon gar nicht begeistert. Ganz andere Probleme hat die Geschäftsfrau Zsuzsi, die sich nach erfolgter Trennung mit Panikattacken selbst in eine psychiatrische Klinik einweist. Dort wäre auch ihre Mutter ganz gut aufgehoben: Um ihren Heißhunger auf Feuerwehrmänner zu stillen, täuscht sie schon mal einen Brand vor. Zsuzsis Bruder denkt, dass seine Mutter von Außerirdischen besessen ist. In der „Panik-Klinik“ therapiert Dr. Berta Berger mit reichlich überirdischen Behandlungsmethoden, die letztlich aber nichts zur Heilung beitragen. Dazu braucht es dann die Hilfe zweier schwuler Polizisten, die gleich übereinander herfallen.
PANIC ist eine Rallye durch alle nur möglichen Filmgenres, also: Fasten your seatbelts and do not panic! Mit verrückten Kamerafahrten, handwerklicher Raffinesse und absurden Ideen zelebriert Regisseur Attila Till hier die Lust am Kinomachen, obwohl er in Ungarn doch eigentlich TV-Komiker und Moderator einer Casting-Show ist. Vielleicht muss man ja aktiver Teil jenes hysterischen Medienzirkus’ sein, um sich – wie hier im Film – ganz liebevoll den kleinen Psychosen seiner durchgeknallten Protagonisten zu widmen.
Panic
Dienstag, 29.9.; 22:00 Uhr
Samstag, 3.10.; 20:30 Uhr
Samstag, 3.10.; 20:30 Uhr
Attila Till | Ungarn 2007 | 35mm | engl. UT | 94 Min.





