Ein Filmprojekt über eine engagierte Frau im Jemen sollte es werden. Aber schon nach wenigen Tagen greifen die Behörden des streng islamischen Landes ein, zerstören das Filmmaterial; die Frau muss um ihr Leben fürchten und zieht sich zurück. Weil das Visum noch wochenlang gültig ist, beschließt Sylvie Ballyot, auf ihre eigene, westliche Art das Frauenbild in dem patriarchalischen Land zu zeigen, und wagt ein Experiment. Sie platziert die Kamera und filmt sich selbst, unverschleiert in der Öffentlichkeit.
Begleitet wird sie nur von ihrer ägyptisch-französischen Dolmetscherin – Vermittlerin und Verbündete in der frauenfeindlichen Umgebung. Was als professionelles Arbeitsverhältnis begann, wird zu starker persönlicher Zuneigung, die es offiziell nicht geben darf. Die Dokumentation wandelt sich schleichend in ein intimes Selbstporträt und eine Reflexion über Träume, Sexualität, Liebe und Worte.
Love and Words
Samstag, 3.10.; 18:30 Uhr
Sylvie Ballyot | Frankreich 2007 | digital | engl. UT | 44 Min.



