"Liebe, Buße, Sabbat-Alarm: TREMBLING BEFORE G-D ist ein notwendiger Film!" Denn hier wird die
gängige Auffassung von Glauben, Sexualität und religiösem Fundamentalismus in Frage gestellt.
In sehr persönlich erzählten Geschichten werden chassidische und orthodoxe Jüdinnen und Juden
porträtiert, die lesbisch bzw. schwul sind und in dem tiefgreifenden Konflikt stecken, dass ihre
Liebe zu Gott und ihr Bekenntnis zum Judentum nicht vereinbar sein sollen mit ihrer
Homosexualität. Zu Wort kommen einige höchst unterschiedlich agierende Menschen: der erste
orthodoxe Rabbiner, der sich offen zu seiner Homosexualität bekennt; lesbische und schwule
Chassidim, die verheiratet sind und ihre sexuelle Ausrichtung verheimlichen; Homosexuelle,
die von ihren Familien verstoßen wurden; ein orthodoxes, lesbisches Paar von der Highschool.
Der Film ist in einem Zeitraum von über fünf Jahren in Brooklyn, Jerusalem, Los Angeles, London,
Miami und San Francisco mit wenigen aufgeschlossenen und mutigen Menschen entstanden, deren
Widerstand gegen die scheinbar unverrückbare Wirklichkeit letztlich auch von konkret gelebter
Utopie zeugt.
So überrascht es kaum, dass TREMBLING BEFORE G-D - als Highlight auf der diesjährigen Berlinale
gefeiert - mit dem Teddy für den besten Dokumentarfilm ausgezeichnet wurde und bereits den
Publikumspreis auf dem Sundance Festival gewann.
Trembling before G-d





Sandi Simcha DuBowski, USA/Israel 2001, 35mm, dt.U
