Bei diesem Sprung ins kalte Wasser bleibt garantiert kein Auge trocken. Dieser rasanten
Komödie ist nichts heilig und kein Klischee bleibt uns erspart. Ein etwas anderer Coming
Out Film.
Eine kleine Anmerkung: An der äußerst wilden Schilderung der Lesbenszene, wird deutlich,
daß der männliche Regisseur nicht gaz "vom Fach" ist. Nicht desto trotz oder
vielleicht gerade deshalb war RESCUING DESIRE in Hamburg, einem der größten
lesbisch-schwulen Festivals in Deutschland, ein so großer Erfolg, daß er dort in diesem
Jahr zu zweiten Mal (!) zu sehen ist.
Rescuing Desire


Adam Rogers, USA 1996, 35 mm, OF, 115 Min.
Normalerweise geht frau abends nicht als Hetera ins Bett und
wacht morgens als Lesbe wieder auf. Toni irgendwie schon. Anders kann sie sich ihre
plötzlichen - und ziemlich heftigen - Gefühle Frauen gegenüber nicht
erklären. Ein wenig merkwürdig ist die Sache ja schon. War doch bisher das Leben
der Mittvierzigerin in völlig "geordneten" Bahnen: ihr Job als Krankenschwester
läuft gut, die bevorstehende Heirat mit Dr. Mallroy ... Der hat für ihre neuentdeckten
Gefühle natürlich etwas weniger Verständnis als wir und diagnostiziert
"vorübergehende Hormonstörungen". Zum Glück ist Toni eine äußerst selbständige Frau und stürzt sich lieber
Hals über Kopf in die Lesbenszene, um der "Sache" selbst auf den Grund zu
gehen.
