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vom 1. bis 6. Oktober 2013
Rescuing Desire

rescuing_desire
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Adam Rogers, USA 1996, 35 mm, OF, 115 Min.
Normalerweise geht frau abends nicht als Hetera ins Bett und wacht morgens als Lesbe wieder auf. Toni irgendwie schon. Anders kann sie sich ihre plötzlichen - und ziemlich heftigen - Gefühle Frauen gegenüber nicht erklären. Ein wenig merkwürdig ist die Sache ja schon. War doch bisher  das Leben der Mittvierzigerin in völlig "geordneten" Bahnen: ihr Job als Krankenschwester läuft gut, die bevorstehende Heirat mit Dr. Mallroy ... Der hat für ihre neuentdeckten Gefühle natürlich etwas weniger Verständnis als wir und diagnostiziert "vorübergehende Hormonstörungen". Zum Glück ist Toni eine äußerst selbständige Frau und stürzt sich lieber Hals über Kopf in die Lesbenszene, um der "Sache" selbst auf den Grund zu gehen.

Bei diesem Sprung ins kalte Wasser bleibt garantiert kein Auge trocken. Dieser rasanten Komödie ist nichts heilig und kein Klischee bleibt uns erspart. Ein etwas anderer Coming Out Film.

Eine kleine Anmerkung: An der äußerst wilden Schilderung der Lesbenszene, wird deutlich, daß der männliche Regisseur nicht gaz "vom Fach" ist. Nicht desto trotz oder vielleicht gerade deshalb war RESCUING DESIRE in Hamburg, einem der größten lesbisch-schwulen Festivals in Deutschland, ein so großer Erfolg, daß er dort in diesem Jahr zu zweiten Mal (!) zu sehen ist.