Der Film schildert das Leben zweier junger Frauen, die sich in Tokyo das klassische
Einzimmerwohnklo-mit-schmalem-Bett teilen. Chinatsu, die ihr Leben auf Fotografien wie in
einem Tagebuch festhält, und die extravagante Kyoko, die lebt wie es ihr gefällt, verbindet
eine sehr intensive Freundschaft. Als Chinatsu sich in ihre Mitbewohnerin verliebt, schwanken
Kyokos Gefühle zwischen sexueller Neugier und Gleichgültigkeit. Richtig verknallt ist sie da
schon eher in den örtlichen Zierfischhändler, der sie wiederum ignoriert. Die Spannung zwischen
den beiden Frauen steigert sich ins Unerträgliche.
Ein unter erheblichem Zeitdruck und mit winzigem Budget entstandener Erstlingsfilm, erzählt
in langsamen, fast stummen Bildern, die gleichsam für die emotionale wie auch physische
Bewegungsunfähigkeit der beiden Protagonistinnen stehen. Zudem eine Rarität, denn lesbische
(Film-)Geschichten aus Japan finden nur selten den Weg ins europäische Kino. Wobei hier weniger
das Lesbischsein thematisiert wird, als das Problem, in die falsche Frau verliebt zu sein -
und das ist bekanntlich nicht nur in Japan das Letzte. ann, sie eher mit dem wortkargen Sakamoto, Besitzer einer
der Frauen lesbisch ist, und hoffe, dass der Film die
Love/Juice




Kaze Shindo, Japan 2000, 35mm, dt.UT, 78 Min.
