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vom 1. bis 6. Oktober 2013
Candy Rain
(Hua Chi Le Na Nu Hai)

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Hung-I Chen|Taiwan 2007|35mm, engl. UT, 105 Min.
Deutschlandpremiere
Inspiriert von den unglücklichen Liebesgeschichten einiger lesbischer Freundinnen verfilmt Regisseur Hung-I Chen in CANDY RAIN vier intime, lyrische Geschichten im heutigen Taipeh. Sie spielen alle im gleichem Apartment, und in jeder Episode bringt der Postbote ein geheimnisvolles Päckchen für „Candy Rain“ vorbei.

Die erste Geschichte erzählt von Jessie und Pon. Jessie bricht ihr Leben auf dem Land ab, um ihrer besten Freundin nach Taipeh zu folgen. Zwischen den beiden entwickelt sich bald mehr als Freundschaft. Jessie fühlt sich jedoch oft allein in der Metropole und Pons Versprechen, für sie zu sorgen wird zu einer Überforderung.

Auf der Suche nach Liebe lernt U im Internet die ältere Lin kennen. Bereits beim ersten Date wird schon deutlich, wie unterschiedlich beide sind. U ist Köchin, mit Liebe zum Detail und sehr zurückhaltend, Lin ist Redakteurin und eher stürmischer Natur. Doch was wirklich fehlt, ist eine gemeinsame Leidenschaft.

Die dritte Episode erzählt von Spancer und Summer. Eine perfekte Liebesgeschichte, wenn nicht Summer dem gesellschaftlichen Zwang zur Heirat nachgeben würde. Und so versprechen sie einander – wie in einem Märchen –, sich nach zehn Jahren wieder zu sehen. Eine viel zu lange Zeit.

Die letzte Geschichte führt uns in eine chaotische Vierer-Konstellation und ist teilweise inszeniert wie ein Comic. Die in Taiwan bekannte Sängerin Karen Lam spielt die Hauptfigur Ricky. Ihr Liebesleben ist von Eifersucht und Gewalt beherrscht, keine Liebe hält lange, und so treibt sie von einer Beziehung in die nächste.

Hung-I Chen inszenierte schon zahlreiche Fernsehspots und Musikvideos, für die er bereits mehrfach ausgezeichnet wurde. Mit CANDY RAIN, seinem Spielfilmdebüt, ist ihm eine bonbonbunte Mischung von Alltagsgeschichten gelungen, eingebettet in einen wunderbaren Soundtrack.