Orte & Preise | Studio 3 | Impressum
vom 30. September bis 5. Oktober 2013
Die, Mommy, Die

die_momie_die
die_momie_die
Mark Rucker, USA 2003; engl. mit dt./franz. UT, 35
Angela Arden, früher gefeierte Broadway-Sängerin, lässt sich finanziell vom Ehemann Sol Sussmann aushalten, der im Filmgeschäft ebenfalls gescheitert ist und neben chronischer Verstopfung auch noch eine Menge Schulden bei der Mafia hat. In ihrer Freizeit ist Angela aber mit dem Tennislehrer Tony unterwegs, der wiederum ein erstaunliches Interesse an der frechen Tochter Edith (im Swimmingpool) und dem latent schwulen Sohn Lance (im Gartenhaus) an den Tag legt. Beherzt greift da der Patriarch durch — und muss plötzlich sein Leben lassen.

Dunkle Machenschaften, verbotene Liebe und blinde Gier in sin-sational Hollywood. Autofahrten vor projizierten Hintergründen, magisches Licht, Kostüme und Hüte fully captured in color. Eine Reminiszenz an die großartigen Hollywood-Schinken und Schauspielerinnen der 50er und 60er Jahre, prall gefüllt mit Zitaten aus der Zeit, in der die Studio-Innenarchitekten und Star-Hairstylisten noch wichtiger waren als Computergraphik-Designer.

Charles Busch alias Angela Arden spielt die weibliche Hauptrolle mit einer Eleganz, die nur vorweisen kann, wer auch schon in Theaterstücken wie „Vampire Lesbians of Sodom“ und „Theodora, She-Bitch of Byzantium“ auf der Bühne stand. Daneben Ex-BEVERLY-HILLS-Jason Priestley als Tony, der nicht nur in die Jahre gekommen, sondern offensichtlich auch in die Breite gewachsen ist.