Chrissy

Jacqui North, Australien 1999, 16mm, OF, 52 Min.
Chrissy war die beste Freundin der Regisseurin und die
älteste von vier Töchtern einer Familie aus Perth. Mit 17 wurde sie vergewaltigt und
musste sich auf Grund von Spätfolgen schließlich einer Totaloperation unterziehen. Das
Ausmaß ihrer inneren Verzweiflung hinterließ deutliche Spuren, von denen ein
kahlgeschorener Kopf und virulenter Männerhass nur die äußeren Merkmale waren. Chrissy
geriet in einen Sog der Selbstzerstörung. Mit 18 war sie HIV-positiv, ein Umstand, den
sie jahrelang vor ihrer Familie verheimlicht hat. Der Film nimmt seinen Ausgangspunkt, als
Chrissy bereits in einem Wohnhaus der Bobby-Goldsmith-Foundation in Sydney, einer
Aids-Organisation, untergekommen ist und begleitet sie in ihrem letzten Lebensjahr. Aber
es ist vor allem auch ein Film, der davon erzählt, wie eine Familie sich einer solchen
Geschichte stellt und es ihnen gemeinsam gelingt, sich in dieser Situation liebevoll
beizustehen.
